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Profe. De novo!

Ich habe es dann nach 2 Monaten endlich auch geschafft, ein Praktikum zu ergattern, juchhu!

Habe einfach mal auf die Hilfe der Uni geschissen, irgendwie kam da ja eh nix bei rum, und hab mir selbst was gesucht. War auch gar nicht so schwer, weil Joanna nämlich in der Bar dos Surfistas (Surfer-Bar) Kindern aus dem ärmeren Teil von Intermares (Stadtteil von Joao Pessoa, am Strand, beste Wellen zum Surfen) Nachhilfe gibt und von einem Projekt gehört hat, was "Berco dos filhos das Ondas", also "Die Wiege der Söhne der Wellen" (^^) heißt und eng mit der Bar dos Surfistas zusammenarbeitet. Da lernen die Kinder Mathe und Portugiesisch, aber auch praktische Sachen, wie z.B. Schmuck und Kunsthandwerk herstellen, Capoeira oder surfen, damit sie später mal einen Laden eröffnen oder als Surf- bzw. Capoeira-Lehrer arbeiten können.

Und bei dem Projekt gebe ich jetzt Englisch-Unterricht. Englisch, weil die Kinder wahrscheinlich später mal viel mit Touristen zu tun haben werden und weil deutsch... nun ja; Wer will schon deutsch lernen?^^

Die Organisation ist ca. 1 Monat alt, das heißt, es ist noch alles voll neu, es wird noch ein bisschen improvisiert und bisher habe ich auch nur 5 Schüler, aber hey, das ist ein Anfang und die Kleinen sind auch voll niedlich. So klein sind sie auch übrigens gar nicht mehr, glaub, der älteste ist 15. Als ich ihnen das Wort Strawberry beigebracht habe,  hat er mich dann prompt zu "seiner Erdbeere" erklärt; Ich schätze, "Minha Morango" heißt hier irgendwas... Generell sind die Kinder total höflich und gut erzogen und machen echt ganz cool mit. Offenbar ist das kein vergleich dazu, in Privatschulen zu unterrichten; Zwei von den Deutshcen hier machen das und anscheinend sind die Schüler da richtig schwierig und verwöhnt. Tja, Geld macht eben nicht unbedingt netter.

Jedenfalls bin ich jetzt also mal wieder Profesora. Und sogar eine ziemlich coole bisher, weil ich die Kinder nämlich mit Keksen bestochen habe...;-)

Jetzt heißt es wieder los zu Capoeira, in unseren schicken weißen Schlaghosen, ich sende euch allen also ein schnelles "Salve" und Adeus!

2 Kommentare 25.11.09 23:19, kommentieren

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Ein Wermutstropfen im paradiesischen Meer

An alle Schadenfreudigen:

Ich habe es geschafft, mir bein 40°C im Schatten eine Erkältung zuzuziehen.^^

Liege viel im Bett, trinke heißen Tee mit Zitrone und Honig, jammere viel, lasse mir von Steffi Frühstück machen, jammere noch ein bisschen mehr, gucke mir mit Sam und den Mädels (und Irapas Bruder^^) schnulzige Filme an, versuche, nicht zu rauchen, jammere auch deswegen, esse aus Frust viel zu viele Kekse und verbringe viel zu viel Zeit im Internet.

Unter anderem habe ich mir dort gerade ca. 300 Fotos aus dem Sertao angeschaut. Sehr geil, ich will sofort wieder dahin. Bestimmt würde mich Irapuans Mama gesund pflegen!

Falls ihr die Bilder auch sehen wollt, unter meinen verlinkten Bildern auf facebook schauen und dann irgendwie Album anschauen oder so klicken... Die meisten von euch wissen wahrscheinlich besser als ich, wie das geht...^^

Ich könnte auch Steffis Fotos hochladen, aber das dauert immer so lange... was übrigens genau der Grund ist, warum sie sich selbst auch weigert, die Bilder hochzuladen.

Trotz Krankheit war ich übrigens die letzten Tage eigentlich durchgehend feiern und muss mich jetzt erstmal erholen.

Gehe deshalb jetzt auch schlafen,

gute Nacht, eure Hanna

23.11.09 07:27, kommentieren

Der Morgen danach...

Wir waren Sonntag nicht am Strand. Obwohl wir in der festen Absicht, uns mit Pauline zu treffen und dann dahin zu gehen, nach Bessa gefahren sind.

Kamen an, und das Haus war eine Katastrophe. Klar, nach der Party.^^ Pauline war auch weit davon entfernt, ausgehfertig zu sein. Haben also erstmal 2 Stunden lang Geschirr gespült, den Kühlschrank komplett ausgeräumt und ausgewischt etc. Irapa hat einen Putzflash gekriegt, Wasser über den kompletten Fußboden verteilt und verbissen angefangen, zu schrubben. Haben Musik gehört, Jan (Deutscher, Bremen) hat Kaffee gemacht, irgendwann war man drin, im Flow und die Aktion hat mehr oder weniger Spaß gemacht.

Irgendwann dann tauchten Max und Pauline irgendwie überraschend frisch aus der Versenkung auf und wollten los, zuerst ein Acai essen gehen und dann an den Strand. Steffi und ich dachten, juchhu!

Leider war der Acai-Laden an der Ecke zu. Max und Pauline am Verzweifeln. Wollten den Bus nehmen und zu einem anderen fahren. Notfalls wären sie auch kilometerweit zu Fuß geganegn. Haben gerade über die Richtung diskutiert, während ich sehnsüchtig den 10 Meter entfernten Strand fixierte.

Die Retter in der Not waren Dimitri und Danilo, zu Besuch aus dem Sertao, die mit dem Auto vorbeikamen, uns kurzerhand einluden und nach Intermares mitnahmen. In INtermares ist der Strand der Surfistas. Geile Wellen, Palmen, weißer Sand, viele sehr nett anzusehende Surfer und kaum nervige Touristen. Insgesamt sehr gute Perspektive. Berührten auch tatsächlich den Sand in der "Bar dos surfistas", aber nachdem dann sämtliche Acai und, in Steffis Fall, Pommes-Gelüste befriedigt waren, wollten Dimitri und Danilo nach Jacaré, um da später den Sonnenuntergang anzuschauen. Wir, auf die Carona (Mitfahrgelegenheit) angewiesen, natürlich mit. Jacaré IST schön. Keine Frage. Aber die Möglichkeiten, da baden zu gehen, sind limitiert.

Sind also in unseren Strandoutfits mit Handtuch durch die Gegend flaniert und haben den Touri raushängen lassen. Auch mal ganz nett. ... ^^

Sind dann wieder zurück ins Haus nach Bessa, wahrscheinlich, um unseren Frust in Alkohol zu ertränken, genau weiß ich das nicht mehr.

Das gleiche haben wir Montag und gestern gemacht, mit dem Unterschied, dass wir Uni hatten und wenigstens noch bei Capoeira waren.

Habe übrigens deshalb einen Bluterguss an der Schulter. Aufgabe des Tages war nämllich, einen Kopfstand zu machen. Es ist ziemlich wahrscheinlich noch länger her, dass ich einen Kopfstand gemacht habe, als dass ich ein Rad geschlagen habe, dementsprechend ist das dann auch etwas schief gegangen. Sam wollte mich eigentlich festhalten, anscheinend war ich ihm aber zu schnell. Nun gut. Ein paar Narben etc. muss ich wahrscheinlich einfach aus Brasilien mitbringen...

Beijos!

1 Kommentar 11.11.09 16:34, kommentieren

Joao Pessoa News die dreihundertfünfundachtzigste

Jaaaa, wieder Wochenende!
Kaum war ich aus dem Sertao wieder da, habe ich praktisch nur noch gelernt. Gut, mit ein paar Unterbrechungen... Acai essen zum Beispiel. Ich könnte mich wahrscheinlich wochenlang nur von Acai mit Bananen ernähren!
Achso, und am Sonntag abend war direkt ein Konzert im Zentrum (Sonntag früh sind wir zurückgekommen...^^); Eine französisch-brasilianische Kooperation, ein paar richtig geile Bands. Steffi hat sich so abgeschossen, dass sie eigentlich keinen Alkohol mehr trinken wollte. Zumindest die ganze Woche nicht. Insgesamt hat sie glaub ich einen Tag geschafft. Schonmal nicht schlecht...
Und ich habe, wie gesagt, gelernt.^^ Meine verrückte spanische Dozentin hat die Klausuren in beiden Kursen, die ich bei ihr belege, auf den gleichen Tag gelegt, sodass ich gestern schön 5 Stunden lang durchgeschrieben habe; Zuerst musste ich einfach mal die komplette Literaturgeschichte Spaniens bis 1681 (letztes Datum) wiedergeben, mit, Originalton: Daten, Fakten, Namen, Zahlen, Werken...^^ Pfft!  Die drei andern Stunden waren auch nicht entspannender. Egal, ist rum, haben gestern abend auch schon ordentlich drauf angestoßen, alles gut also. Steffi und ich haben sogar nebenher noch eine gute Tat vollbracht: Haben nämlich Pauline, unsere kleine naive Lieblingsfranzösin, dazu überredet, doch bitte die Pille danach zu nehmen, wenn sie schon weder Pille noch Kondom benutzt; Und das an die 10 Mal...^^
Sie wird übrigens unsere neue Mitbewohnerin: Steffi und ich ziehen nämlich um, zu Irapuan. In unsere eigene kleine Hippie-Familie. Mit Swimming-Pool! ;-)
Das wird super! Ein bisschen, wie eine abgewandelte Version unseres Sertao-Urlaubs: Trinken, rauchen, kiffen, Karten spielen, Armbänder machen; Die Armband-Produktion ist im Sertao eindeutig angestiegen; Konnten uns stundenlang damit beschäftigen; Wie so ein paar alte Frauen saßen wir auf der Veranda, in Schaukelstühlen (!) und haben Knoten in Schnüre geknüpft! Manche hatten dafür mehr, andere weniger Geduld: Sam jedenfalls meinte, das einzige, was ihn im Sertao gestresst hat, waren die verdammten Armbänder!!! :-D
Das Sertao an sich ist ein richtiges Paradies! Berge, Seen, Kühe Pferde, weite Landschaft, ständig blauer Himmel; Klar wars jetzt im Sommer ziemlich trocken, aber irgendwie hat genau das die karge Schönheit ausgemacht; Wir sind alle ganz verliebt und wären am liebsten ewig geblieben! Immerhin haben wir ja auch die dreimal, die man das kostenlos machen konnte, unsere Rückfahrtickets verlängert!
Was wir noch gemacht haben, außer jeden abend zu trinken etc:
- Wir haben eine ziemlich traditionelle Süßigkeiten-Fabrik besichtigt und sind fast eingegangen, in dem Dampf, der aus riesigen Kochtöpfen aufstieg; Das Endprodukt war einfach nur WAHNSINNIG süß. Wirklich wahnsinnig.
- Wir haben Zuckerrohr ausgelutscht; Auch das ist sehr sehr süß. Es gibt ein Foto, auf dem Steffi erschrocken das Gesicht verzieht, weil sie es fast nicht erträgt; Was auf dem Foto nicht zu sehen ist: Die erwartungsvollen Gesichter der Brasiliener und wie wir alle versucht haben, unauffällig unsere Reste loszuwerden...
- Wir sind geritten. Irapuans Brüder und Freunde sind allesamt sehr gechillt und haben uns einfach rauf gesetzt. "Drück dem Pferd ein bisschen die Hacken in die Seite" war so ziemlch der einzige Ratschlag. Sie waren auch kein bisschen beunruhigt, als Pauline einfach so mit dem Pferd wegtrabte. Und nicht wiederkam. Während wir Ausländer schon nervös an unseren Nägeln kauten und hinterherrennen wollten. Die gute Nachricht: Sie hat es überlebt!
- Wir sind Motorrad gefahren! Ich bin kein großer Fan von selbst fahren, ich wackel viel zu doll und sterbe dabei fast vor Angst^^, aber hinten drauf sitzen ist super! Man fühlt sich verdammt cool auf so einem Ding!;-) Vor allem, wenn so ein bärtiger Typ wie Irapuan vor einem sitzt!:-D Steffi hats voll erwischt und sie will jetzt einen Motorrad-Führerschein machen. Bin ma gespannt, sieht ganz danach aus, als würde sies hinkriegen!
- Wir waren auf einem Familenfest: Der über 80-jährige Opa hat Forró getanzt wie ein junger Gott, sämtliche Onkel haben einem ständig die Gläser nachgefüllt, irgendwelche Primos und Tios haben Gitarre gespielt und herzzerreißend gesungen, die kleine Kusine hat mich zu ihrer neuen besten Freundin erklärt und Irapuan und Ravel, sein jüngerer Bruder, sind in Unterhosen baden gegangen. Sehr hübsch!:-D (Steffis Kommentar: In WIRKLICHEN Unterhosen! Keine Boxershorts!^^)
- Wir haben, oh GOTT!!!, unsere ersten Begegnungen mit RIESENSPINNEN gehabt! Heißen nicht Taranteln, sehen aber so aus! Und sind Handtellergroß! Mindestens. Ich schwörs! Es gibt Beweisfotos!^^ Beide Male war das niedliche Tier auf der Veranda. Wir haben auf der Veranda GESCHLAFEN.^^ Aber die ganze Familie hat uns beruhigt: Die krabbeln nicht in Hängematten. Ja, sicher!
Haben sie aber wirklich nicht gemacht. Und wenn, haben wirs nicht mitgekriegt. Und dafür bin ich mehr als dankbar! Pauline ihrerseits hat sich sehr gut mit der Carangejera (so heißt die Art) verstanden und denkt darüber nach, sie mal nach Joao Pessoa einzuladen...
- Wir haben alle mindestens 5 Kilo zugenommen, weil Dona Amelia, die Mutter, uns drei Mahlzeiten am Tag gekocht hat. Selbst Max war gegen Abend schon immer ganz grün im Gesicht, wenn es schon wieder hieß, dass es Essen gibt...^^ Ich persönlich hatte immer regelecht Angst vor den Mahlzeiten, weil ich die Attraktion von Don Paulo war: Er meinte immer: "Die da, die Hanna; Die isst überhaupt nichts! Entweder schmeckts ihr nicht oder..." Oh Mann, und schon musste ich noch irgendein Stück Fleisch oder einen Löffel Reis nehmen...
- Wir haben mit dem Kosmos geredet und ihm unsere Wünsche mitgeteilt. Irapuans Philosophie ist es nämlich, dass der Kosmos sich dann darum kümmert.
- Wir waren in der Stadt Bier trinken und Sam und ich haben als einzige auf dem Platz getanzt. Wir konnten den Tanz gar nicht, haben das aber so geschickt getarnt, dass Dimitri, der mittlere Bruder, seinen Eltern erzählt hat, dass wir Verrückten auf der Praca Forró getanzt haben. Aber mit einer Spur Bewunderung in der Stimme. ;-)
- Wir sind auf der Ladefläche von einem Kleinlaster durch die Wüste gebraust. Klingt banal, hat aber richtig Spaß gemacht!
- Wir wurden von Mücken belebendigem Leib aufgefressen. Ich sehe aus, als wäre ich mit den Beinen in einer Folterkammer gewesen. Überall Katzer, Wunden, rote Flecken... Ich werde von Wildfremden angesprochen, was denn passiert wäre.^^ Ich war bloß so dumm. kurz nach der Dämmerung, in "der Stunde der Mücken" in einem Teich schwimmen zu gehen...
- Wir haben uns NICHT die Beine rasiert^^
Alles in allem wars ein Traum! Wahrscheinlich fahren wir Weihnachten wieder hin, die Mutter hat uns schon eingeladen. Das wär richtig geil!!!
Aber das Wochenende hier wird auch super, gleich gehen wir zum Capoeira, danach gibts ein Konzert im Centro. Morgen tagsüber feiern wir dann Irapuans Geburtstag, mit riesen Churrasgo und wieder Party im Pool und abends feiert dann Joao, ein Freund von Luciana, am Strand auch Geburtstag. Sonntag heißt es dann wahrscheinlich, Kater auskurieren. Vielleicht am Strand.
Cheers!

1 Kommentar 6.11.09 23:09, kommentieren

Juchhu, Sertao!

Morgen abend fahren wir zu zehnt ins Sertao, die Wüste im Landesinneren, ganz am anderen Ende Paraíbas (des Bundesstaats).

Das wird soo geil! Fahren Irapuans Eltern besuchen. Außer ihm und uns Hamburger Mädels kommen noch mit: Sofie, Joana, Sam und Max aus dem Vereinigten Königreich und Pauline aus Frankreich.

Wir werden tagsüber nur chillen und ab und zu ein bisschen reiten oder Motorrad fahren lernen und dann jeden abend trinken und weiterchillen. Wenns hoch kommt springen wir eventuell mal in einen See.

Das ist zumindest der Plan.

Die Nachteile sind: Insgesamt 16 Stunden Busfahrt und die glühende Hitze, die dort herrschen wird.  Abgesehen davon heißt die Stadt da irgendwas mit Piranhas, aber angeblich gibt es da keine mehr... mal sehen!

Bin jedenfalls mega gespannt und freu mich voll!

Ich dachte, es wäre außerdem an der Zeit, ein kleines Statement meinerseits zu den Fotos in facebook zu geben:

Also, wir haben wegen des hohen Risikos, beklaut zu werden, in Recife fast immer nur eine Kamera dabei gehabt, und zwar Sams, weil das die älteste ist. So. Sam hat es nun sehr gut gemeint und jetzt einfach ALLE Fotos, die wir gemacht haben, hochgeladen.

Leider sind da eben auch ein paar von uns dabei, unter anderem das, auf welchem Steffi festgehalten hat, wie knapp brasilianische Bikinihöschen WIRKLICH sind. Von mir aus hätte ich solche Bilder von mir wahrscheinlich niemals hochgeladen, ABER, um nicht spießig zu wirken, will ich Sam auch nicht bitten, sie rauszunehmen oder die Verlinkungen löschen. Deshalb muss ich wohl oder übel jetzt damit leben.

Leben muss ich auch damit, dass sich meine tiefe (na ja...) Bräune, die ich dank des Jahrhundert-Sonnenbrands erlangt habe, mittlerweile ziemlich schnell wieder abpellt. Nun gut, immerhin war ich für beinahe eine Woche meines Lebens braun!

Ach, und mit einem heftigen Muskelkater muss ich auch leben, ich bin nämlich neuerdings auch Capoeirista. Dachte natürlich, einfach mal ein paar Räder schlagen, wenn man das jahrelang nicht gemacht hat, wär kein Problem. Hah!

Die machen jedenfalls ganz crazy Sachen da, bin mal gespannt, ob ich irgendwas davon lerne!

Für Nadine: Ich musste schon ein paar Mal an Cobra und den Feuerkorb denken!:-D

Getauft werden kann ich leider nicht mehr, das habe ich verpasst, die Taufe war letzten Sonntag und ich bin fast ein bisschen neidisch auf die anderen, die jetzt alle ihren grünen Gürtel haben, nur weil sie schon 6 Wochen früher gedacht haben, dass es geil wäre Capoeira  zu lernen. Macht nichts, besser spät als nie, und so bin ich jetzt also auch dabei und ertrage heldenhaft meine Schmerzen, wenn ich in die Hocke gehe oder ähnliches.

An dieser Stelle einen herzlichen Gruß an Norman und meine beste Sportsfreundin Paula!;-)

2 Kommentare 17.10.09 03:47, kommentieren

EIne kleine Abhandlung über Milch

Anlässlich meines gerade spontan erwachten Hungers auf einen Schoko-Cookie mit einem Glas Milch fällt mir ein, dass ich herausgefunden habe, was am Kaffee das Problem ist:

Wie gesagt, hier trinke ich, eine bekennende Latte-Trinkerin, meinen Kaffee seit geraumer Zeit schwarz, einfach aus dem Grund, weil hier der Café com leite irgendwie komisch schmeckt; Allerdings wusste ich nicht, was daran, bis ich mir neulich einen Schwarztee mit heißer Milch aufgießen wollte, um eine entfernte Chai-Latte-Variante zu kreieren.

Ich dreh das Gas auf, mach die Platte an, setze Milch und Wasser auf, gieße den Tee auf,  gieße die Milch dazu. Nach geraumer Zeit entferne ich den Teebeutel und rühre Zimt und Zucker rein. Ich summe dabei ein Liedchen und freu mich auf den bevorstehenden Genuss. Die häusliche Idylle ist perfekt. Soweit, so gut.

Als ich dann aber trinken will, fällt mir auf:

Der Inhalt der Tasse riecht nach Kuh.

Nicht nach MILCH, die ja bekanntlich aus einer Kuh kommt, daran kann ich mich noch erinnern, selbst wenn ich seit nunmehr zwei Jahren ein Stadtkind bin, sondern nach KUH. Original nach Kuh!

Das ist ZIEMLICH seltsam, um nicht zu sagen ekelhaft.^^ Vor allem, weil die Milch auch nach Kuh SCHMECKT.

Ich bin jetzt dabei, verschiedene Milchmarken durchzuprobieren, habe aber bisher leider noch keine nennenswerte Verbesserung in Sachen Kuh-Geschmack bei irgendeiner Sorte feststellen können. Die angebrochenen Milchpackungen versuche ich, zu Soßen, Pudding o.ä. zu verarbeiten. Allerdings finde ich auch Vanillepudding, der nach Kuh schmeckt, eher gewöhnungsbedürftig. Nun gut.

(Vielleicht bekomme ich übrigens einen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde, für die häufigste Verwendung des Wortes "Kuh" [vor allem auch in Verbindung mit dem Wort "schmecken"^^] in einem Blogeintrag.)

Für die verbleibende Zeit im Land der kuhigen Milch werde ich vielleicht zur Soja-Latte-Trinkerin mutieren, wer weiß. Immerhin gibt es hier keine Coffee-Shop-Mitarbeiterinnen, die ich damit in den Wahnsinn treiben könnte...

4 Kommentare 14.10.09 06:19, kommentieren

Recife und die Folgen

Seit 2 Tagen leide ich nun an dem allerschlimmsten Sonnenbrand meines bisherigen Lebens, welches wenngleich es noch nicht so seeehr lange andauert, doch schon einige Sonnenbrände gesehen hat.

An Friso: Es gibt Fotos. Nur, dass ich nicht weiß, ob ich die so gerne veröffentlichen möchte.

Glaube übrigens immernoch, dass ich sterben werde. Die Rückseite meiner Beine ist dunkelrot, mein Dekolleté ist beinahe schwarz und aus unerfindlichen Gründen ist mein Bauchnabel auch tiefrot, während mein restlicher Bauch nur leicht rosa angehaucht ist und auf meinem Rücken wie mit raffinierter Wischtechnik aufgemalt sich verschiedene weiße und rote Hautpartien abwechseln (Warum???).
Kurz: Mein ganzer Körper ist ein Kunstwerk in verschiedenen Rottönen, d
ank grausamer, ausdauernd sengender äquatorialer Mittagssonnen-UVBestrahlung.

Meine arme Sonnencreme mit lächerlichem LSF 50 konnte nur noch kapitulieren. Klar, dass ich von einer Klage gegen den Sonnencreme-Hersteller absehe.

Nicht, dass ich nicht kurz daran gedacht hätte...^^

In diesem Mitleid erregenden Zustand befinde ich mich, weil wir a) ein langes Wochenende hatten und deshalb b) die Hamburger-Mädels plus Sam und ich nach Recife gefahren sind, um dort Urlaub zu machen, von wo aus wir c) am Samstag nach Porto de Galinhas gefahren sind, wo es d) einen in der Tat ziemlich geilen Strand gibt, an dem wir e) so ziemlich den ganzen Tag verbrachten. Leider schliefen wir f) gegen Mittag so ziemlich alle am Strand ein, so dass wir uns g) eine ganze Weile nicht erneut eincremen konnten, was ein großer Fehler war, weil h) Sam, Rieke und ich eine offensichtlich sehr empfindliche Haut haben.

Die Faktoren a) bis h) führten zu einem ziemlich roten Gesicht und einigen rötlichen Flecken auf der Brust bei meinem schwulen Lieblings-Waliser, zu einem extrem schmerzhaften Sonnenbrand an Rücken und Arsch bei Rieke und zu dem oben beschriebenen expressionistischen Desaster bei mir.

Insgeheim hassten und beneideten wir alle Steffi, die trotz LSF 15 (!!!!!) keinerlei Folgen davontrug und natürlich Thio, die sowieso fein raus ist.

Der Ausflug nach Olinda am nächsten Tag war dann leider sehr anstrengend, vor allem, weil wir versuchten, von einem Fleckchen Schatten ins nächste zu springen und weil Olinda ein paar RELATIV (um nicht zu sagen: extrem) steile Straßen hat, die einem bei 40°C im Schatten wie von einem sadistischen Gott geplant vorkommen. Abgesehen davon ist Olinda wunder-wunderschön. Die Aussicht, wenn man es dann endlich nach ganz oben geschafft hat, ist den ganzen Stress dann doch fast wieder wert.

Von Recife selbst habe ich gar nicht soo viel mitgekriegt, nur die Hai-Warnschilder am Strand ziemlich direkt vor der Haustür unserer Gastgeberin Christine sprangen mir sofort ins Auge. Eigentlich sind die schuld an meinem Leiden, denn hätten wir nicht gewusst, dass es in Recife gerne mal den ein oder anderen Hai auch im flachen Wasser gibt, wären wir einfach direkt da schwimmen und an den Strand gegangen und hätten kein frühes Aufstehen und keine anstrengende Busfahrt auf uns nehmen müssen, weshalb wir nicht eingeschlafen wären.

Bei unserem Glück wären Sam, Rieke und ich aber anstatt dessen wahrscheinlich von einer Horde mordlustiger Raubfische umzingelt und langsam zerfleischt worden.

Bei genauerem Nachdenken habe ich es ja vielleicht tatsächlich noch gut getroffen...

Dunkelrote Grüße ins herbstliche Deutschland!

1 Kommentar 13.10.09 07:52, kommentieren