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Rio!

Die Busfahrt schien irgendwann endlos. Sehr sehr geile Landschaft vor Rio, sehr bergig, viel Urwald, so richtiger, wie man sich das vorstellt, mit Lianen und riesigen bunten Blüten und allen möglichen exotischen Pflanzen, die durcheinander wachsen.
Rio schien von Anfang an riesig und chaotisch. Aber schön. Schleppten uns irgendwie zu dem mit Shirin und Anna vereinbarten Treffpunkt, dem Hostel „Newton’s Rooftop“. Beide hatten auch tatsächlich schon eingecheckt, waren nur grad außer Haus. Entschieden, uns bis zur verabredeten Zeit auf die Suche nach was Vernünftigem zu Essen zu machen, Käsestullen, von denen wir uns durchgängig auf der Busfahrt ernährt haben, waren out.
Sind aber trotzdem erstmal vor zum Strand gelaufen, waren neugierig, schließlich sieht man nicht jeden Tag die  Copacabana! Kaum haben unsere Füße den berühmt-berüchtigten Sand berührt, als ich auch schon zwei mir vage bekannte Gestalten sichtete; Ließ alles fallen, was ich bei mir hatte, schrie und rannte los, um Shirin und Anna um den Hals zu fallen. Steffi folgte eine Sekunde später. Eigentlich war es als Scherz gemeint, dass wir uns an der Copacabana treffen. Irgendein Schicksalslenker hat was übrig für Ironie!
Gingen alle gemeinsam Pizza essen und dann zurück ins Hostel, um über alles zu reden. Die Kommunikation zwischen Sam und den Mädels klappt auch so einigermaßen. Immerhin weiß er schon die ersten lebenswichtigen Ausdrücke auf deutsch: „Krasse Scheiße“ und „ Deine Mutter“.
Leider war die Pizza eventuell irgendwie schlecht, denn sehr bald bekomme ich ziemlich unangenehme Bauchschmerzen und muss mich hinlegen. Ca. 2 Stunden (gefühlte 10) liege ich flach auf dem Rücken und hoffe, dass sie weggehen, dann wird klar: So einfach, wie ich mir das vorgestellt habe, wird das nicht und ich muss das erste Mal kotzen. Danach geht es einem ja normalerweise besser, nicht jedoch, wenn man sich wahrscheinlich eine ultra-ätzende, südamerikanische Lebensmittelvergiftung zugezogen hat; Es geht weiter, Bauchkrämpfe, der Wunsch, zu sterben, danach das Würgen und dann gibt mein Magen alles her, was er hat. Wortwörtlich alles. Ich kotze die ganze Nacht durch und würge noch weiter, als schon lange nichts mehr als klare Gallenflüssigkeit dabei herauskommt.
Die Mädels versuchen alles, um mir zu helfen (ich weiß sehr zu schätzen, Shirin, dass du den Eimer tatsächlich bis ins Klo getragen hast!), auch der diensthabende Portier im Hostel gibt Steffi ein Tütchen mit irgendeinem Pulver, dass man in Wasser auflösen muss, aber ich verschütte das erste und bringe das zweite nicht runter. Alles in allem eine denkwürdige Erfahrung, die ich nicht jedem wünsche… Selten so gelitten!

29.1.10 01:44

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